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Die Ausstellung ''Jekkes in Israel''
tishrei24
· 2:42
· 2021-08-12
· 444
תיאור
In den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts haben viele jüdische Familien in Deutschland gefühlt, dass unter ihren Füßen die Erde bebt.
Sie haben die drohenden Zeichen gesehen und ihr bisheriges Leben, ihre Heimat, aufgegeben und sind auf die Reise ins Unbekannte gegangen – nach Eretz Israel (das Land Israel, bevor es 1948 offiziell zum Staat wurde).
Sie mussten alles, was sie hatten – ihre Verlage, Fabriken, ihre Läden- aufgeben und haben an einem anderen Ort neu angefangen. Mit nichts außer einem Traum.
Das sind die „Jeckes“. So wurden die deutschen Juden in Eretz Israel in der Umgangssprache genannt.
Die Feiern zu den 1700 Jahren jüdischer Geschichte in Deutschland haben uns auf die Idee gebracht, auch jener zu gedenken, die auf klapprigen Schiffen Deutschland verlassen haben und in die Levante gegangen sind.
Seither sind viele Jahre vergangen. Die Generation derer, die diesen mutigen Aufbruch gewagt haben, ist von uns gegangen.
Wir haben ihre Kinder aufgesucht.
Jene, die mit drei, neun, zwölf Jahren gegen ihren Willen aus dem bisherigen Leben herausgerissen wurden und in ein neues Land gekommen sind.
Sie haben das Land ihrer Kindheit nicht vergessen. Die Sehnsucht danach ist geblieben. Nach den Gerüchen und Geschmäckern.
Sie haben uns die Tür in ihr Haus und in ihre Erinnerungen geöffnet.
Allmählich sind die Erinnerungen an die erste Heimat, die Geschichten aus der Kindheit, bruchstückhaft wieder aufgestiegen, die Sehnsucht nach den Freunden von damals, nach den Farben der Herbstblätter.
Wir danken den Veranstaltern für die Einladung, diese Ausstellung zum Thema „1700 Jahre jüdische Geschichte in Deutschland“ zusammenzustellen.
Oranit Ben Zimra (fotografin) Moshe Becker